U18 nach Zitterstart noch mit einem guten 5.Platz
19.05.2015 | Jugend | Martin Rosseck

Als hätte er es gewusst. Wie im Vorbericht erwähnt, warnte Trainer Arne Kramer vor dem Auftaktspiel der Deutschen U18 Meisterschaft am Wochenende gegen Stuttgart. „Dieses Spiel ist ungemein wichtig, um in dieser schweren Gruppe mit ausreichend Selbstvertrauen zu bestehen“. Leider bestätigte sich dieses Gefühl in die falsche Richtung. Doch nun von vorn! Als Medaillenkandidat angereist und in voller Besetzung, ging es am Samstag in der Vorrunde A2 gegen Stuttgart, Emlichheim und Lohhof. Dass diese Gruppe keine leichte ist, war jedem klar. Spiel 1 gegen Stuttgart starte nicht gut. Vor allem im Aufschlag-Annahmebereich unterliefen uns zu viele Fehler. Anniken Tefs brachte uns gegen Ende mit einer tollen Aufschlagserie auf 24:24 heran, leider wurde die Aufholjagd nicht belohnt und wir verloren knapp mit 25:27! Im 2. Satz kamen wir besser ins Spiel und führten noch mit 20:16. Dann folgte leider der Einbruch. Satz und Spiel gingen 0:2 (25:27/22:25) weg! Wichtig war nun, die Niederlage gegen einen Gegner auf Augenhöhe aus den Köpfen zu bekommen. Denn mit Emlichheim wartete schon der nächste harte Brocken. Leider platzte auch in diesem Spiel nicht der Knoten und somit setzte es gegen einen zugegeben starken Gegner ein 0:2 (20:25/23:25). Dabei gelang es uns immer noch nicht, auf höchstem Niveau zu spielen. Das 3.Spiel war nun, wieder erwartend, schon ein erstes Finale. Gegner Lohhof hatte ebenfalls beide Spiele verloren und somit entschied sich jetzt, ob wir als Gruppendritter im Turnier bleiben oder den bitteren Gang in die Spiele um 13-16 antreten müssen. Dass Lohhof nicht zu unterschätzen war zeigte sich in deren Spiel gegen Stuttgart, in dem sie einen Satz gewannen. Jetzt zeigten die Mädchen erstmals Nervenstärke. Denn völlig unerwartet in diese Situation geraten zu sein und dann eine starke und konzentrierte Leistung abzurufen ist bemerkenswert. Mit einem deutlichen 2:0 (25:15/25:19) zogen wir den Kopf aus der Schlinge. Nun hieß es erstmal durchatmen, denn es wartete gleich das nächste entscheidende Spiel um den Einzug ins Viertelfinale. Gegner war niemand geringeres als der Westdeutsche Meister Blau Weiß Dingden. Es wurde ein großer Kampf. Satz 1 und 2 endeten jeweils 25:21 für eine Mannschaft. Im Tiebreak erwischten wir einen Traumstart. Mit 6:0 gingen wir in Führung. Doch wer jetzt glaubte das Spiel sei durch, hatte sich getäuscht. Die Westdeutschen kämpften sich noch auf 10:10 heran. Es wurde wieder dramatisch, bis Dingden einen Ball zum 15:13 ins Aus schlug. Die Erleichterung bei Spielerinnen und Trainern war groß. Nach einem sehr durchwachsenen Samstag, den wir mit einem blauen Auge überstanden hatten, folgte am Sonntag das so wichtige Viertelfinale. Ein Sieg bedeutete schon den Gewinn der angestrebten Medaille. Gegner war das VolleyTeam Berlin, das wir schon bei der Nordostdeutschen Meisterschaft vor 8 Wochen einmal klar besiegten und das Finale im Tiebreak äußerst knapp verloren. Um es kurz zu machen, an diesem Tag konnten wir nicht an unsere Leistung von der NOM anknüpfen und verloren deutlich. Dass dieses 0:2 (14:25/19:25) gegen den späteren Deutschen Meister passierte, ist im Nachhinein ein schwacher Trost. Die Medaillenchancen wurden im Prinzip schon am Samstag verspielt. In den folgenden Überkreuzspielen, wurde noch gezeigt, dass ein anderer Viertelfinalgegner durchaus machbar gewesen wäre. Gegen Borken 2:1 (25:22/23:25/15:11) und gegen Straubing 2:0 (27:25/28:26) fanden wir einen versöhnlichen Abschluss. Mit Platz 5 wurde das Ziel Medaille knapp verpasst, allerdings wäre doch einiges mehr möglich gewesen. Ein sichtlich mitgenommener Trainer resümierte: „Leider konnten wir nicht unser bestes Niveau erreichen. Die Gründe müssen nun intern ausgewertet werden. Sicherlich hat der Start gegen Stuttgart entscheidend zum durchwachsenen Verlauf beigetragen. Vielleicht haben sich auch die Spielerinnen zu sehr unter Druck gesetzt gefühlt und waren zu verkrampft.“ Es spielten: Pia Kästner, Lisa Senger (Zuspiel) Rosa Ahrenberg, Sinja Ohle, Antonia Lutz (Mittelblock) Natalie Sabrowske , Julia Zager (Diagonal) Svenja Günzel, Sindy Lenz, Anniken Tefs, Josefin Bluhm (Außenangriff) Sophie Dreblow (Libera) Arne Kramer (Trainer)/Karen Kikulski (Co-Trainerin




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