U14 erreicht ihr Ziel und schrammt leider knapp an einer Medaille vorbei
18.05.2015 | Jugend | Martin Rosseck

Unsere U14 spielte am Wochenende in Straubing bei der Deutschen Meisterschaft und erreichte das vorher anvisierte Viertelfinale. Am Freitag bei der Abfahrt gleich der erste Schreck, unsere Kapitänin und Leistungsträgerin Michelle Thielert, ist an Pfeifferischem Drüsenfieber erkrankt, hat aber vom Arzt eine Spielerlaubnis bekommen. Die Anreise verlief problemlos und wir konnten gegen 15 Uhr im Hotel einchecken. Danach spazierten die Mädchen mit Reiseführerin Luna zur Halle, wo wir von 16:30 Uhr bis 17:30 Uhr unser Abschlusstraining absolvierten. Anschließend folgte die Teambesprechung, bei der Verantwortlichkeiten, Spielplan und Ziele besprochen wurden. Am Samstag war es dann soweit. Bei einer wahnsinnig stimmungsvollen Eröffnungsfeier konnten sich alle Mannschaften beim Einlaufen, wie in der Bundesliga fühlen. Den ersten Einsatz hatte dann das Trainerteam, welches in der 1. Spielrunde pfeifen musste. Nun waren die Mädchen gefragt. Spiel 1 gegen Stuttgart und die eigene Nervosität. Glücklicherweise hatte wir einen guten Start und konnten uns mit starken Aufschlägen kontinuierlich absetzten und gewannen mit 25:11! Der zweite Durchgang war nun ausgeglichener. Stuttgart war nun präsenter und konnte uns ebenfalls unter Druck setzten. Nach einem zwischenzeitlichen 7:12 Rückstand, wurden Angriff und Aufschlag wieder sicherer und wir konnten auf 24:19 davon ziehen. Leider kam nochmal Spannung auf, denn wir konnten erst unseren 5. Matchball nutzen und gewannen 25:23. Die Erleichterung war groß und der Start ins Turnier geglückt. Im 2.Spiel ging es gegen den Nordwestdeutschen Meister von Raspo Lathen. Neben den Mädchen spielten wir auch gegen ca. 50 Eltern und Fans, welche mit Trommeln und lautstarkem Gesang für ein echtes Auswärtsspiel sorgten. Satz 1 war, mit 25:16, wie gegen Stuttgart eine klare Sache für uns und wir blieben in dieser Atmosphäre ruhig. Auch Satz 2 begann gut, jedoch konnten wir uns nicht gleich absetzten. Beim Stand von 24:20 hatten wir 4 Matchbälle, doch wie gegen Stuttgart machten wir den Sack nicht gleich zu. Diesmal wurde es bestraft und wir verloren tatsächlich noch 24:26. Die Halle kochte und bei uns flossen erste Tränen. Umso stärker, dass Satz 3 wieder ruhig runter gespielt wurde. Beim 15:7 bewiesen wir das erste Mal Nervenstärke. Da Straubing ebenfalls beide Spiele gewann, kam es jetzt zum Gruppenfinale gegen den Gastgeber. Ein Sieg würde das sichere Viertelfinale bedeuten und bei einer Niederlage drohte das ungeliebte Überkreuz. Im ersten Satz klappte nichts. Viele Eigenfehler und ein stark verteidigender Gegner sorgten für eine 16:25 Niederlage. Danach wurde es dramatisch. Michelle Thielert war mit ihren Kräften am Ende und brauchte eine Pause. Ohne ihre Kapitänin sorgten die Mädels für einen Traumstart und erspielten schnell eine hohe Führung. Als diese langsam schmolz mussten erst Helena Pinter (Atemnot) und dann Johanna Heidemann (Handverletzung und Ball an den Kopf) weinend ausgewechselt werden. Cora und Vicky kamen rein und auch Michelle konnte nach kurzer Pause wieder eingewechselt werden. Das Team konnte mit starkem Einsatz und trotz ungünstiger Umstände, den Satz 25:22 gewinnen. Im Tiebreak hatten wir dann das Glück auf unserer Seite. Mit einigen Netzrollern und weiterhin aufopfernden Kampf, konnten wir den sehr starken Gastgeber mit 15:7 bezwingen. Damit waren wir Gruppensieger und direkt im Viertelfinale. Mädchen, Trainer und Eltern waren völlig erschöpft und überglücklich. Bevor es am Sonntag um 9 Uhr zum Viertelfinale gegen den VV Schwerte kam, sollte das erste Störfeuer die Konzentration beeinträchtigen. Da viele der Mädchen ihre Schuhe und Knieschoner zum Auslüften auf ihr Zimmerfenster legten und es über Nacht unerwartet regnete, war alles klitschnass. Sichtlich gestresst und aufgewühlt wurde dann gefrühstückt. Nachdem der Schreck dann halbwegs verdaut war, ging es los. Mit einem wahren Traumstart konnten wir eine 8:1 Führung erspielen. Tolle Aufschläge und gelungene Angriffsaktionen wechselten sich ab. Danach kam Schwerte aber besser ins Spiel und unsere Annahme wackelte gegen die guten Aufschläge. Auch die sehr starke 1,84 große Hauptangreiferin haute uns die Bälle um die Ohren. Es klappte immer weniger und wir verloren nach starkem Beginn noch deutlich mit 16:25. Satz 2 begann ausgeglichener bevor wir uns wieder mit 20:10 absetzten konnten. Schwerte kam zwar wiederum heran, aber wir konnten den Vorsprung ins Ziel retten und 25:19 (auf der DVJ Seite steht fälschlicher Weise 27:25) gewinnen. Zeit zum Durchatmen, denn noch 15 Punkte trennten uns von einer Medaille. Der wichtige Start ging leider daneben. 2 Aufschlagsfehler und eine krasse Fehlentscheidung sorgten für eine schnellen 1:3 Rückstand. Um diesen zu drehen, fehlte uns die mentale Stärke und Schwerte nutze nun jeden Stellungsfehler im Block und in der Feldabwehr gnadenlos aus. Mit 5:15 verloren wir leider klar und der Medaillentraum platze. Nach der großen Enttäuschung galt es nun den Fokus auf die Platzierungsspiele 5-8 zu legen. Michelle wurde jetzt nicht mehr eingesetzt und die Spielerinnen, die bislang wenig oder nicht zum Einsatz gekommen waren, bekamen eine Chance sich zu beweisen. Das Kreuzspiel gegen Suhl war unser schwächstes Spiel des Turniers. Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen und wir verloren deutlich mit 0:2 (8:25/12:25). Nach Spielende setzten wir uns noch einmal zusammen und stimmten uns auf das Spiel um Platz 7 gegen Bitterfeld ein. Es war ja noch eine Rechnung von der Nordostdeutschen Meisterschaft offen. Im ersten Satz hatten Mia und Jada ihr verdientes DM Debut und machten ihre Sache sehr gut. Erst gegen Mitte des Satzes zog Bitterfeld weg. Satz 2 wurde dann wieder mit dem Stammpersonal, aber natürlich ohne Michi, gespielt. Der Satz zeigte deutlich, dass sich die Mädchen vornahmen nicht mit 3 Niederlagen das gute Turnier zu beenden. Starke Feldabwehrszenen und ein druckvolles Angriffs- und Aufschlagsspiel ließen dem Gegner keine Chance. Nach dem 25:13 folgte der Tiebreak. Es zeigte sich leider wieder, wie abhängig wir vom Satzbeginn sind. Ein etwas unglücklicher Start gegen einen alles andere als übermächtigen Gegner sorgte schnell für klare Verhältnisse. Nachdem den 2:8 beim Seitenwechsel kamen wir zwar noch auf 8:12 heran, aber die Hypothek war zu groß und wir verloren zu 9. Wir haben als 8. beste Mannschaft Deutschlands allen Grund stolz auf uns zu sein. Das wir sogar noch in Reichweite einer Medaille gekommen sind, sollte Ansporn für die nächsten Jahre sein. Für die 2002er Mädchen endet nun die gemeinsame Zeit mit Trainerin Jule Löchel. Trainerin und Spielerinnen können auf 3 wunderbare Jahre zurückblicken. 3 Landesmeistertitel U12-U14, 1 Landespokalerfolg (U14), Nordostdeutscher Meister U13 und Vizemeister U14, Turniersiege bei den German Kids Masters Events in Potsdam und Dresden (beide U13),2.Platz beim Striezelcup U14 und der 8. Platz bei der Deutschen Meisterschaft sind die Ausbeute einer schönen und sehr erfolgreichen gemeinsamen Zeit! Wir möchten uns auch noch einmal ganz herzlich bei den mitgereisten Eltern Familie Heidemann, Familie Melloh und Sven Kasterich für die großartige Unterstützung bedanken. Des Weiteren geht an großer Dank an die Firma TechData für die finanzielle Unterstützung! Es Spielten: Johanna Heidemann, Luna Pilz, Michelle Thielert, Cora Boron, Jada Ehlert, Emily Werth, Victoria Melloh, Helena Pinter, Helena Kasterich, Mia Stoof




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